Industrie

Industrieller Einsatz von Wasserstoff

In der Vergangenheit war der Einsatz des energieintensiven Elektolyseprozesses einigen Nischen vorbehalten, die entweder durch die Präsenz von günstiger Energie und/oder durch den Bedarf an hochreinen Wasserstoff charakterisiert wurden. Ein besonderer Vorteil im Vergleich zu anderen Herstellungsprozessen (Steamreforming, Raffinerieprozesse) ist das Fehlen jeglicher Kohlenwasserstoffe bei der elektrolytischen Wasserstofferzeugung sowie der größere Betriebsbereich bei schwankendem oder diskontinuierlichem Wasserstoffbedarf. Diesem Vorteil steht der vergleichsweise hohe Energiebedarf gegenüber.

Beispielhafte industrielle Anwendungen sind u.a.

  • Metallurgie
  • Kunststoffherstellung
  • Halbleiterindustrie
  • Float-Glas-Herstellung
  • Generatorkühlung

Bei der Düngemittelproduktion (Kima, Assuan) und der Fetthärtung wurde die elektrolytische Wasserstofferzeugung durch das Steamreforming weitgehend verdrängt.

Lupe
Zwei von zehn Elektrolyseure vom Typ EV 50 zur Erzeugung von Wasserstoff in einem metallurgischen Betrieb

Falls man es jedoch mit der Umsetzung der klimapolitischen Ziele Ernst meint, könnte das von Vorteil für die elektrolytische Wasserstofferzeugung sein, da einerseits regenerative Energie eingesetzt werden kann und andererseits die auf fossilen Energieträgern basierenden Konkurrenzverfahren mit CO2 – Abgaben belastet werden würden.